Archiv für den Monat: November 2019

Doch noch finanzielle Mittel für Rundgänge – ein Update

Gestern (28.11.2019) wurde bekannt, dass es doch mehr Rundgänge im Dezember geben können wird. Klar ist geworden, dass die Mittel für die Rundgänge aufgebraucht waren und nun umgeschichtet werden. Budget aus – Licht aus.
Die vollmundigen Wünsche der Poitiker_innen, dass alle Schüler_innnen die Möglichkeit zu einem Besuch an der Gedenkstätte haben sollten, und die mangelnde Dotierung des Budgets der Gedenkstätte zeugen von der Qualität dieser Wünsche und Forderungen. Es geht wohl in erster Linie darum, das demokratische Österreich ruhig zu stellen, während die pädagogische Arbeit der Gedenkstätte in der Realität finaziell ausgehungert wird.


Hier stellt sich ein generelles Problem:
Wenn Menschen anreisen, so ist das aus vielen Gründen ab einer bestimmten Distanz nur sinnvoll, wenn ein mehrtägiges Programm möglich ist. Dafür fehlen: Räume, Gebäude, Übernachtungsmöglichkeiten, Menschen, die das planen und vermarkten und schließlich jene, die die pädagogsche Arbeit machen. Letztere gibt es schon, aber es gibt KEIN GELD dafür.

So bleibt die Forderung  nach dem Kollektivvertrag bestehen und die Forderung nach einer ordentlichen Dotierung der Gedenkstätte.

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Bald ist es dunkel

Bisher waren für Besucher_innengruppen, die in den Wintermonaten an die Gedenkstätte kamen, Rundgänge in Kleingruppen möglich. In diesem Jahr ist dies nicht mehr der Fall.
Das hat für die Vermittler_innnen an der Gedenkstätte gravierende Auswirkungen: Durch die massiv reduzierte Anzahl an Gruppen haben Vermittler_innen im kommenden Dezember fast gar keine Rundgänge mehr und sind folglich statt über der Geringfügigkeitsgrenze, weit darunter.

Über den Grund für diese folgenschweren Kürzungen kann nur gemutmaßt werden. Auf jeden Fall scheint das Geld für die Rundgänge aufgebraucht zu sein. Beim Jour fixe vor wenigen Wochen verlor die Direktorin kein Wort dazu! Die Situation konnte zu dem Zeitpunkt nicht unbekannt gewesen sein. Der Umgang mit den Vermittler_innen, die als ‚freie Dienstnehmer_innen‘ dieser Vorgangsweise ausgesetzt sind, ist überhaupt nicht in Ordnung!
Die Vermittler_innnen sollten schon seit drei Jahren angestellt sein. Schon lange wird den Vermittler_innen die Anstellung per Kollektivvertrag versprochen, doch es geht nichts weiter. Wieder und wieder wird um ein Jahr verschoben. Warum? Weil der Geldgeber blockiert. Und die in der Direktion kriegen ja ihre (nicht mal schmalen) Gehälter überwiesen. Deswegen gibt es dort wohl auch gar kein Interesse sich für ordentliche Dienstverhältnisse für die, die draußen die Arbeit machen, einzusetzen.
Wann geht an der Gedenkstätte wohl das Licht ganz aus?
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